2012 absolvierte John seinen Abschluss an der Akademie für Musiktheater und bildende Kunst von Moldawien (AMTAP) als Filmregisseur und Cutter. Von 2016 bis 2018 unterrichtete er dort Kinematografie. Seine Arbeiten wurden auf mehreren internationalen Filmfestivals wie IDFA, Vision du Reel, Cronograf, DocuArtFest und anderen ausgezeichnet. Im Jahr 2019 wurde er mit „The Drums of Democracy“ für die Shortlist des European Press Prize nominiert. Heute arbeitet John als freiberuflicher Kameramann in Tokio.
John, worauf achtest du, wenn du bei Reisefilmen die Seele eines Landes einfangen willst?
Für mich ist die Verbindung zwischen Mensch und Natur essentiell. Die Gefühle und Emotionen der Menschen in Beziehung zum Raum, der sie umgibt. Wie sie ihre Dörfer und Städte organisieren und gestalten. Wie Kultur, Tradition und Landschaft diesen Aspekt von Land zu Land auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Außerdem achte ich auf die Details. Ich versuche zu sehen, was andere Leute nicht sehen. Ich denke, das ist die wichtigste Zutat.
Was sind deine Gedanken hinter der Fotoserie 'Die Straßen von Tokio'?
Ich beobachte gerne die Dinge, die uns umgeben. Wie manchmal einfache und gewöhnliche Dinge sehr kraftvoll sein können; wie Menschen gehen oder sich unterhalten, wie das Licht Formen und Schatten erzeugt, wie die Straßen vom Regen nass werden und sich die Lichter der Stadt und die Formen der Menschen auf den Straßen spiegeln. Die Straßenfotografie, insbesondere hier in Tokio, hilft mir, mir dieser Momente bewusst zu werden. Diese Serie ist das Ergebnis.
Was denkst du über das Leben in Japan und über die Menschen dort?
Japan war immer eine andere Welt für mich. Und das ist sie immer noch. Voller Tradition, Geist, Kraft, Gastfreundschaft und Geheimnis. Es beeindruckt mich immer wieder. Japan ist ein Land der Kontraste, und das liebe ich so sehr. Das kann man überall und in allem sehen: in den Menschen, den Städten und natürlich in den Landschaften. Ich finde es toll, wie die Traditionen und die Kultur im täglichen Leben bewahrt und gefördert werden. Japan ist zu recht stolz auf seine reiche Kultur.
Was ist das Wunderlichste an Japan?
Hingabe und Toleranz. Ich bin erstaunt, wie viel die Japaner davon haben. Perfektion scheint nicht genug zu sein. Fantastisch.
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